Daniel-Düsentrieb-Wettbewerb 2005
Das Team der Immanuel-Kant-Schule siegt souverän beim praktischen Teil des Daniel-Düsentrieb-Wettbewerbs der TUHH
Neunzehn
Mannschaften trafen sich am 20.4.2005 in der Halle 6 des Hamburger
Messegeländes zum praktischen Teile des Daniel-Düsentrieb-Wettbewerbs,
den die Technische Universität Hamburg-Harburg auch in diesem Jahr für
die Schulen in und um Hamburg ausgeschrieben hat. Die beiden zu
lösenden Aufgaben waren den Teilnehmern schon länger bekannt: Zehn
Schülerinnen und Schüler sollten innerhalb von 20 Minuten zunächst aus
1000 Blatt DINA4-Papier ein möglichst hohes Bauwerk zusammentackern; in
weiteren 20 Minuten war dann eine möglichst lange Brücke zwischen zwei
Stühle zu hängen, wieder aus höchstens 1000 Blatt Papier, die nun aber
nur mit Wäscheklammern zusammengehalten werden durften.
Die
Kant-Schüler, ein Leistungskurs Mathematik im 13. Jahrgang, hatten sich
gut vorbereitet. Viele Stangen aus zusammengerollten Papierblättern
(Dank an die Stadtverwaltung und die VHS für viele tausend Blatt
Altpapier!) hatten sie auf Druckfestigkeit und Biegesteifigkeit hin
getestet und zu schlanken dreiseitigen Pyramiden zusammengebaut, aus
denen der Turm entstehen und in die Höhe wachsen sollte. Die
Zugfestigkeiten verschiedenster Faltverbindungen für die geplante
Hängebrücke waren gemessen worden, um mit möglichst wenigen belastenden
Wäscheklammern auszukommen. Und alles musste schnell gehen! Einige
Unterrichtsstunden und ein ganzer "Wandertag" waren nötig, bis viele
Varianten erprobt und alle Probleme ausdiskutiert waren. Nach mehreren
Tests unter Zeitdruck wusste schließlich auch jeder genau, was er wann
zu tun hatte.
Und der Aufwand hat sich gelohnt! In perfekter
Zusammenarbeit bauten die Schülerinnen und Schüler in Hamburg ihren
5,80m hohen Turm sogar in deutlich weniger als 20 Minuten und
übertrafen ihre besten Konkurrenten damit um mehr als 80 cm. Mit diesem
Vorsprung gingen sie den zweiten Teil gelassener, aber mit
unverändertem Ehrgeiz und Teamgeist an. Und auch hier zahlte sich die
viele Mühe der Vorbereitung aus: Genau 20m lang war das Band aus Papier
und Wäscheklammern, das am Ende zwischen den Stuhllehnen hing, ohne den
Boden zu berühren. Das war auch in dieser Disziplin das beste Ergebnis.
Ein toller Doppelsieg, der 1000 Euro in die Kasse der IKS füllt!
Die IKS gewinnt den theoretischen Teil des Wettbewerbs, verbunden mit einem Preisgeld von 2500,-€In der Laudatio heißt es: Der
Beitrag der Immanuel-Kant-Schule zeichnet sich sowohl durch eine enorme
Breite als auch durch eine akkurate und sorgfältige Ausarbeitung aus
und lässt kaum etwas zu wünschen übrig. Von Klasse 7 bis Klasse 13
werden alle Altersklassen beteiligt. Physik, Mathematik,
Stadtentwicklung, Architektur, Biologie und ein Kurs über kreatives
Schreiben kennzeichnen die fachliche Breit, mit der das Thema
angegangen wurde. Das praktische Problem wurde mit System attackiert,
sowohl Statik als auch die Logistik der Bauphase wurden präzise
behandelt, und der Erfolg blieb dann am Ende auch nicht aus.
Beiträge der Immanuel-Kant-Schule Neumünster zum Daniel-Düsentrieb-Wettbewerb 2005
1. Der praktische Teil des Daniel-Düsentrieb-Wettbewerbs 2005
Der
Bericht schildert die intensive Vorbereitung der Turm- und
Brückenbaumannschaft der Immanuel-Kant-Schule auf den praktischen
Wettbewerb; er zeigt vergebliche und erfolgreiche Konstruktionsversuche
und er beschreibt die ernsthafte und zielgerichtete Zusammenarbeit der
Mitglieder in diesem Projekt. 2. Turmbauwettbewerb an der IKS
Für
die jüngeren Schülerinnen und Schüler veranstalteten die Physiklehrer
der Schule einen eigenen Papierturmbau-Wettbewerb: Aus einem einzigen
DINA4-Blatt Papier sollte ein möglichst hohes und doch stabiles Bauwerk
entstehen. Drei Berichte von Lehrern, Schülern und aus der Lokalpresse
schildern dieses Ereignis in allen Einzelheiten.
3. Vortragsveranstaltung „Wie entsteht ein (Hoch-) Haus?“ für die Studienstufe
Der
in Neumünster tätige Architekt Reinhold Wuttke konnte für einen Vortrag
gewonnen werden, in dem er seine Planung für das neue Textilmuseum der
Stadt präsentierte und detailliert die vielfältigen Rahmenbedingungen
seiner Arbeit schilderte. In dem Beitrag wird der Inhalt des Vortrags
und seine Einbettung in den Kunstunterricht dargestellt.
4. Die nordamerikanische Stadt; Herstellung eines Papiermodells
Schülerinnen
und Schüler der Klasse 7a erarbeiteten im Erdkundeunterricht im Rahmen
des Themas „Weltmacht USA“ die Strukturmerkmale einer typischen
nordamerikanischen Stadt. Um ihre Ergebnisse plastisch darzustellen,
bauten sie ein Papiermodell, das verschiedene Haustypen in
unterschiedlichen Entfernungen vom Zentrum zeigt und die typische
Skyline aufweist.
5. Hochhäuser aus Spucke und Erde
In
fünf Biologie-Unterrichtsstunden beschäftigte sich die Klasse 8a mit
den Termiten und ihren „Hochhäusern“. Auf der Grundlage präziser
Informationen über diese Tiere und ihr Zusammenleben entstanden große
Modelle ihrer Bauten, an denen auch verschiedene „Wohnprobleme“ wie
Temperaturregelung und Belüftung aufgezeigt werden können.
6. In München nur Kirchtürme, aber vielfältige Türme weltweit
Im
Erdkundeunterricht der Klasse 11c entstand aus dem Thema „Raumordnung
und Raumentwicklung“ ein Projekt, in dem sich die Schülerinnen und
Schüler in sechs verschiedenen Arbeitsgruppen mit Bau und Funktion
spezieller Türme in aller Welt auseinander setzten. Anlass war die
merkwürdige Tatsache, dass es in München keine Hochhäuser gibt.
7. Hochhäuser in Frankfurt
Frankfurts
Skyline gab die Anregung zu einer achtstündigen Unterrichtseinheit über
die Stadtentwicklung des Frankfurter Finanzzentrums im
Erdkundeunterricht der Klasse 11a. Die Schülerinnen und Schüler
erarbeiteten umfangreiche Dokumentationen zu sechs Teilaspekten. Der
Bericht enthält auch ausführliche Information über den Verlauf des
Unterrichts. 8. Vom Turmbau zu den sieben Weltwundern Sagenumwobene
Leistungen der antiken Baumeister standen im Mittelpunkt der Recherchen
des Lateinkurses im 11. Jahrgang. Allen gemeinsam war der Drang in die
Höhe, aus denen sich nicht nur statische Probleme ergaben. Aber warum
baute man überhaupt jene Monumente? 9. Projektarbeiten zum Thema „Hochhäuser“ im Leistungskurs Erdkunde In
neun Arbeitsgruppen bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler des
Leistungskurses Erdkunde im 12. Jahrgang während der Projektphase des
Unterrichtes selbst gewählte Themen „rund ums Hochhaus“ vom Bau über
die Sicherheitsbedingungen bis hin zum Abriss durch Sprengung. Die
Ergebnisse sind umfangreich dokumentiert.
10. Schwingungsdämpfung in einem Modellhochhaus
Angeregt
durch die Berichterstattung über das Taipei 101-Gebäude in den Medien
baute der Leistungskurs Physik des 12. Jahrgangs ein Modell, mit dem
die Wirkungsweise des Systems zur Schwingungsdämpfung in diesem Gebäude
demonstriert und gemessen werden konnte. Zeitweise klagten die
Physik-Kollegen über Engpässe beim Stativmaterial... 11. Vom Leben im Hochhaus – ein kreatives Schreibprojekt In
einem ereignisreichen Kooperationsprozess erstellte der Grundkurs
Deutsch des 13. Jahrgangs ein literarisches Produkt zum Thema Hochhaus
in zeitgemäßer Präsentation: eine CD-ROM, die Zugang zu einem
virtuellen Hochhaus verschafft. Dort sind die Texte zu finden.
Bilder vom schulinternen Turmbauwettbewerb
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