KANTs Info
 Auf dieser Seite finden Sie Wissenwertes über den Namensgeber unserer Schule, KANTs Info ist aber auch das Mitteilungsblatt der Schulleitung, welches wenigstens einmal im Jahr erscheint. Es steht auf dieser Seite als Pdf-Datei zur Verfügung! Einfach ausdrucken und als Heft zusammenfalten.
Immanuel Kant (1724 bis 1804)
Der
deutsche Philosoph Immanuel Kant wurde als Sohn eines
Riemenschneiders in Königsberg geboren. Die Mutter, die sich
durch vieles Lesen selbst gebildet hatte, förderte das Interesse
des Jungen an Wissenschaften und kämpfte darum, dass er auf
ein Gymnasium aufgenommen wurde, wo er dann stets Klassenbester war.
Im
Jahr 1740, als Friedrich der Große König von Preußen
wurde, begann Kant an der Universität Königsberg
Naturwissenschaften und Philosophie zu studieren. Als Hauslehrer
musste er sich sein Studium selbst verdienen; nach dem Examen
arbeitete er als privater Universitätslehrer. Ein festes Gehalt
bezog er zunächst nur als Bibliothekar, bis er 1770 eine feste
Professorenstelle bekam. Er unterrichtete in allen
Naturwissenschaften sowie in Mathematik, Geographie, Pädagogik
und Philosophie.
Er
begann Bücher zu schreiben, mit denen er in der Welt berühmt
wurde: »Kritik der reinen Vernunft" (1781), »Kritik
der praktischen Vernunft" (1788), „Kritik der Urteilskraft"
(1790), „ Metaphysik der Sitten" (1797).
Da
Kant von schwacher Gesundheit war, hat er sehr diszipliniert
gelebt, um arbeitsfähig zu bleiben; wahrscheinlich ist das der
Grund, warum er Königsberg niemals verlassen hat. Kants
philosophische Lehre befasst sich vor allem mit zwei Hauptbereichen:
Was
kann Ich wissen?
Einerseits
untersucht er, wie der Verstandesgebrauch funktioniert, um
erkennen zu können, was man zuverlässig wissen kann. Er
vertraut darauf, dass jeder Mensch das Denken ü-ben kann und
fordert alle auf, das auch zu tun: „Unmündigkeit ist
das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines
anderen zu bedienen ... Sapere
audel Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" Das
war die wesentliche Forderung der Philosophie der Aufklärung,
die zur Freiheit der Bürger und zur Demokratie führte.
Was
soll ich tun?
Der
zweite Schwerpunkt seiner Arbeit liegt darin, einen Maßstab
zu finden, mit dem der freie Mensch prüfen kann, was er tun darf
und was nicht. Dies führte ihn zur Formulierung des
kategorischen Imperativs: Niemand
soll für sein Handeln Prinzipien wählen, die er nicht
zugleich auch für alle gelten lassen will.
„Handle
so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip
einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne. *
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