IKS Neumünster > Veranstaltungen > 50 Jahre IKS > Festreden 21.11.2008    

 

Als Auslandskorrespondent in aller Welt

Dr. Gerd Helbigs Rede vor Schülern und Gästen am 23. Mai 2008 in der Aula der Immanuel-Kant-Schule

<meta name="GENERATOR" content="OpenOffice.org 2.4 (Win32)" /><style type="text/css"> &lt;!-- @page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm } --&gt; </style> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Liebe Mitschülerinnen – liebe Mitschüler,</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Liebe Lehrerinnen – liebe Lehrer,</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Liebe Gäste!</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Als Herr Rahn mir eine mail nach Tel Aviv schickte – mit der Frage, ob ich Lust und Zeit hätte, zum 5o jährigen Jubiläum der Immanuel Kant Schule einen Vortrag zu halten, erschrak ich zunächst: 5o Jahre ist sie nun schon alt? Die Schule, deren erster Abiturjahrgang wir waren. </font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Spontan habe ich Herrn Rahn zugesagt . Ich bekenne ganz offen: es ist etwas ganz Besonderes für mich, hier zu stehen und etwas darüber zu berichten,was ich nach unserem Abitur in der Welt erfahren habe.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Der Titel des Vortrages stammt von Herrn Rahn und lautet ‚Als Auslandskorrespondent in aller Welt’. Das lässt mir alles offen. </font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Erwarten Sie/erwartet keine anekdotische Zeitreise. Ich möchte diese Chance nutzen, eine Art Bilanz zu ziehen - und welcher Ort wäre besser geeignet als der, an dem alles anfing. Noch dazu fallen diese 50 Jahre Kantschule zusammen mit meinem 40-jährigen Dienstjubiläum.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Ausland – das begann für mich mit einem weltpolitischen Paukenschlag. Ich fuhr mit unserem Kriegskorrespondenten Lothar Müller, den sie im Sender wegen seines Befehlstons ‚General’ nannten, nach Tripoli in Libyen. Eigentlich wollten wir einen Bericht über einen amerikanischen Luftwaffenstützpunkt machen. Aber ein paar Tage vor unserer Ankunft hatte es einen Putsch gegeben, der bis heute Nachwirkungen hat. Ein 27-jähriger hoher Offizier, Muammar al Gaddafi, hatte die Abwesenheit von König Idris benutzt, um eine Art arabischer Revolution auszurufen. Der König weilte zum Staatsbesuch in Griechenland. Unsere erste Berührung mit der neuen Realität erfolgte auf dem Flughafen, wo wir alle unsere Whisky-Flaschen, die wir im Frankfurter duty free gekauft hatten, abgeben mussten. Es gab einen Raum, der voller Flaschen stand. Wir durften unsere Namen auf die Flaschen schreiben, um sie bei Abreise wieder mitzunehmen – aber wir haben sie nie wieder gesehen. Ich muß dazu sagen, dass Whisky zur damaligen Zeit zur Grundversorgung der Teams gehörte. Überhaupt waren Alkohol und Journalismus unzertrennlich. Das hat sich übrigens in den letzten zehn/fünfzehn Jahren radikal geändert. Dass wir überhaupt noch nach Libyen einreisen konnten, lag daran, dass wir so früh kamen. Da hatte sich noch keine neue Administration gebildet. Unsere Visa waren vor dem Putsch ausgestellt worden. Wir konnten uns in Tripoli noch ziemlich frei bewegen und hatten keine Aufpasser. Danach schottete sich das Regime regelrecht ab. Wir konnten auf Gaddafis erster Presskonferenz drehen. Da bekam man einen Eindruck von diesem jungen selbstbewussten Mann, der sich gegen den westlichen Einfluss stellte. </font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Der Islam, der arabische Nationalismus und eine Variante des Sozialismus fegten die prowestliche Monarchie einfach weg. Natürlich kam Gaddafi nicht aus dem Nichts. Er folgte seinem glühend verehrten Nachbarn Gamal Abdel Nasser, der ebenfalls als junger Offizier daran beteiligt war, die ägyptische Monarchie hinwegzufegen. Da war Gaddafi gerade 12 Jahre alt. Noch heute hat Nasser in Teilen der arabischen Welt – vor allem bei den Palästinensern einen legendären Ruf.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Libyen war so eine Initialzündung. Ich war danach immer wieder im Nahen Osten, habe auch fünf Jahre dort gelebt und lebe jetzt wieder dort. Aber nach Libyen kam ich nie wieder. Was wir als Journalisten wollten, durften wir nicht und was wir durften, wollten wir nicht. (z.B. nette Filme über Wüste und Ruinen, aber selbst dafür braucht man eng gehaltene Genehmigungen). Heute kann man als Tourist einreisen und nach dem, was ich gesehen habe, kann ich nur sagen: es lohnt sich.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Ich hatte immer gehofft, ich würde länger im Amt bleiben als Gaddafi, aber das wird wohl nichts. Er gehört zu diesen diktatorischen Figuren, die den Charakter der Monarchie haben: sie sind nicht abwählbar und bleiben deshalb endlos im Amt. Sie ahmen die Monarchie sogar noch in einer fast skurrilen Eigenart nach: der Erbfolge. Wir haben das in Syrien gesehen; im Irak hätte sicher einer der Söhne Saddam Husseins die Macht übernehmen sollen; in Ägypten möchte Staatspräsident Mubarak das am liebsten auch. Kein großer Unterschied also zu den Königreichen und Scheichtümern. Aber es herrscht auf diese Weise eine gewisse Kontinuität und Berechenbarkeit.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Die westliche Form der Demokratie hat keine Chance. Lange wurde der Libanon als funktionierende Demokratie angesehen, aber er versank im Bürgerkriegschaos. Am ehesten kommen diesen Ideen noch Staaten wie Algerien nahe. Und – auch wenn wir das nicht gerne hören dürfen – der Iran. Herr Amadinejad kann abgewählt werden.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">1972 verlor ich den Nahen Osten für die nächsten zehn Jahre aus den Augen. Das ZDF schickte mich als Korrespondent nach Washington. Damals war ich der jüngste – heute bin ich der älteste. Etwas besseres als in Washington anzufangen kann einem jungen Journalisten nicht passieren. Sofern er im Ausland arbeiten will und darf. Ich selber wäre gar nicht auf die Idee gekommen. Ermuntert und halbwegs geschoben wurde ich von Hanns Joachim Friedrichs, den manche von Ihnen sicher noch als Mr.Tagesthemen in Erinnerung haben. Damals war er beim ZDF beim Vorläufer des HEUTE-JOURNALS. Wenn jemand mein Vorbild war, dann er. </font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">In seinem Buch, das er kurz vor seinem Tod geschrieben hat, steht der journalistische Kernsatz: „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er Distanz zum Gegenstand seiner Betrachtung hält; dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er immer dabei ist, aber nie dazu gehört.“ Das ist – zugegeben – im Ausland sehr viel einfacher als im Inland, wo man sehr rasch vereinnamt wird, vor allem von den politischen Parteien. Und das ist auch deshalb einfacher, weil es viel schwieriger zu kontrollieren ist. Wer kennt sich schon in der Innenpolitik – etwa - Indonesiens so gut aus, dass er sofort weiß, ob der Korrespondent korrekt berichtet. In deutscher Innenpolitik jedoch weiß jeder wache Mitbürger was Sache ist. Nach Hanns Joachim Friedrichs ist übrigens einer der begehrtesten Preise benannt worden, die es in Deutschland für Journalisten gibt.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Noch ein anderer Spruch aus dieser Zeit ist mir in Erinnerung. Einer unserer frechsten Korrespondenten zu jener Zeit, dem ich beim Texten viel abgeschaut habe, gab mir als Rat mit: ‚Und wenn die Amerikaner sich einen Affen zum Präsidenten wählen, ist das immer noch ihre Sache.’ Dem ist nichts hinzuzufügen.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">In Washington geriet ich in eine unglaublich erregte innenpolitische Situation. Es ging auf die Endphase des Vietnamkrieges zu. Washington war wie ein Hexenkessel. Es gab überaus beeindruckende Anti-Vietnam-Demonstrationen und bewegende Konzerte – etwa mit Joan Baez und Aktionen wie die von Jane Fonda. Amerikas liberale Seite war strikt gegen den Krieg. Und das liberale Herz schlägt klassisch in Hollywood. Deswegen waren auch viele Stars gegen den Krieg und das hatte Wirkung. Amerika war gespalten und zerrissen wie lange nicht – vielleicht sogar wie seit dem Bürgerkrieg zwischen dem Norden und dem Süden 1861 – 1865 nicht mehr.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Henry Kissinger, der Professor aus dem fränkischen Fürth, mühte sich um einen Ausweg aus dem Krieg. Er endete in der Tat 1975, aber man kann nicht sagen, dass er ehrenvoll endete. Die letzten Amerikaner zogen aus Saigon unter tumultartigen Umständen ab, als die nordvietnamesischen Truppen schon einmarschierten.Die Vereinigten Staaten sahen dies als eine schmachvolle Niederlage. Die Spaltung der Nation hielt jahrelang an. Vor allem in nationalistischen Kreisen war die Meinung verbreitet, dass die Medien mit ihrer Berichterstattung über den Krieg die sogenannte Heimatfront aufgeweicht hätten.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Man hat im übrigen die Lehren daraus gezogen und die Journalisten z.B. im ersten Golf-Krieg an die Kette gelegt. Da gab es die sogenannten ‚embedded’ journalists. Das waren ausgewählte Journalisten, die mit den Truppen in die Kampfgebiete fahren durften. Man hatte sie unter Kontrolle. Dasselbe haben übrigens dann auch die Israelis im 2.Libanonkrieg 2006 praktiziert. Daraus wurden die sogenannten ‚hotel warriors’ – die Hotel Krieger. Das waren die armen Kollegen, die in Kuwait im Hotel saßen und über den Krieg berichteten).</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Zu Vietnam gibt es noch eine Geschichte, die mehr über das Land aussagt als dicke gesellschaftliche Betrachtungen. So wie es in Washington für alles und jeden ein Denkmal gibt, kam von Veteranen des Vietnamkrieges auch die Forderung nach einem Denkmal. Sie sammelten Geld und erhielten ein zentrales Gelände mitten in Washington vom Kongress zugewiesen. Bedingung war eine anonyme Ausschreibung. Schon vorher hatte es hässliche Auseinandersetzungen gegeben. Wieso ein Denkmal, dass an die nationale Schmach der Niederlage erinnert? Aber als dann das siegreiche Modell vorgestellt wurde, gab es geradezu einen Aufschrei. Den Wettbewerb hatte eine 21-jährige Architekturstudentin gewonnen. Noch schlimmer: sie kam aus einer chinesischen Einwandererfamilie und hieß Maya Lyng Lin. Und ihr Entwurf war eine Sensation. Er hatte keinerlei Ähnlichkeit mit all den bronzenen Denkmälern, mit denen Washington übersät ist. Auf 140 schwarzen Marmorblöcken stehen die Namen der 58.132 Toten und der 1300 Vermissten aus den fast 20 Jahren des Vietnamkrieges.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Heute ist es der meist besuchte Ort Washingtons.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Wir haben damals einen Film über Maya Lyng Lin gedreht, waren bei ihr zuhause und in ihrem Atelier und bei einer weiteren Denkmalseinweihung. Sie ist damals eine bemerkenswerte junge Frau gewesen (nächstes Jahr wird sie 60). Sie hat viel Häme über sich ergehen lassen müssen, aber sie hat sich durchgesetzt gegen die nationalen Sturköpfe, die ihren Entwurf schlichtweg nicht für heldenhaft hielten. Und dann noch jung – Frau – und Asiatin. Schlimmer konnte es nicht kommen für sie. Ich meine: besser konnte es nicht kommen – für Amerika. </font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Und wenn mein Herz nach 12 Jahren Amerika an diesem Land hängt, dann wegen Menschen wie Maya Lyng Lin. Der Vietnam-Krieg, bzw sein Ausgang, war eine Katastrophe für Amerika – aber nicht die einzige. Die zweite war der sogenannte Watergate-Skandal, in dessen Folge der damalige Präsident Richard Nixon zurücktreten musste. Das Watergate ist ein sehr nobles Hotel in Washington, in das bevorzugt Politiker aus aller Welt gehen. Dort hat zum Beispiel Helmut Kohl später gerne nachts nach seinen politischen Gesprächen in kleiner Runde geplaudert. Das durften wir nicht verwenden, aber es war gut zu wissen. ‚Unter 3’ – so heißen vertrauliche Gespräche , die dazu dienen, uns Hintergrund-Informationen zukommen zu lassen. In so was war Kohl ein Meister. Im Watergate-Hotel hatte die Demokratische Partei ihr Wahlkampfzentrum 1974 eingerichtet. Dann wurden Abhörgeräte entdeckt, die von der republikanischen Partei in den Zimmern angebracht worden waren. Ganz langsam entwickelte sich der Skandal. Immer mehr kam heraus. Am Ende fanden zwei Reporter der Washington Post Zeitung, Bernstein und Bob Woodward heraus, dass die Spur bis zum Präsidenten führte. Es war eine ungeheure Kleinarbeit, denn alles mußte durch mehrere Quellen gesichert sein. Es ging schließlich um den Präsidenten. Man kann sich kaum vorstellen wie das war. da nahmen zwei junge unbekannte Journalisten den Kampf auf mit dem mächtigsten Mann der Welt.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Eine erstaunte und entsetzte Nation musste erfahren, dass ihr Präsident das war, als was er schon vor dem Skandal oft genannt wurde – a crook – ein Gauner. Nicht umsonst war sein Spitzname TRICKY DICK – der trickreiche Dick (Dick von Richard). Gegen Richard Nixon wurde schließlich ein Verfahren zur Amtsenthebung eingeleitet. Ein ungeheurer Vorgang in der amerikanischen Geschichte. Bevor er aber seines Amtes enthoben wurde, zog er die Konsequenzen und trat zurück. Es war ein bitterer Triumph für den sogenannten investigativen Journalismus. Berstein Woodward waren seither die Medien Helden. Mit ihren Veröffentlichungen wurden sie Millionäre. Und weltweite Vorbilder. Mit diesen Eindrücken von einer zerrissenen Nation, deren politisches System aber funktionierte, kehrte ich nach Deutschland zurück. Voller Bewunderung für diese Art mit dem eigenen Land umzugehen. Und mit großen Zweifeln, ob wir so etwas je könnten. Umso größer war meine Enttäuschung, als die gesamte amerikanische Presse sich kritiklos hinter den zweiten Irak-Krieg stellte. Auch als schon klar war, dass die Begründungen nicht stimmten und auf Fälschung und sogar Lügen aufgebaut waren. Der Propagandaapparat des Weißen Hauses überrollte sie schlichtweg. Die einzige Erklärung dafür war, dass in der Folge des 11.September 2001 , dem Attentat auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington so gut wie alles durchgesetzt werden konnte.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Die New York Times hat sich später voller Scham selbst angeklagt. Man habe seine journalistische Pflicht grob vernachlässigt und sich vor einen Karren spannen lassen. Andere große Zeitungen folgten. Als ich 1986 nach Amerika zurückkehrte und dann neun Jahre dort blieb, fand ich ein verändertes Land vor. Die Nation hatte ihr Selbstvertrauen wiedergewonnen – es war wieder the greatest nation on earth – die größte Nation der Welt. </font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Was war geschehen? Im Grund konnte man den Wandel auf einen Mann zurückführen: Ronald Reagan. Für die Welt war er der Schauspieler aus Hollywood, der zum Präsidenten wurde; für die Amerikaner war er die Erfüllung des amerikanischen Traums.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Und er war der permanente Glückspilz. Am 15.Januar 1981 wurde er vor dem Capitol eingeschworen. In der Feierstunde danach konnte eine dramatische Ankündigung machen: unsere Geiseln sind frei. Im November 1979 hatten die iranischen Revolutionsgarden des Ayatollah Khomeini die 444 Angehörigen der amerikanischen Botschaft in Teheran zu Geiseln genommen und bis zu diesem 15.Januar festgehalten. Ein Befreiungsversuch scheiterte ziemlich kläglich. Diese Schmach lastete noch zusätzlich zu Watergate und Vietnam auf Amerika. Die Befreiung wurde nicht den endlosen Bemühungen des Präsidenten Jimmy Carter zugeschrieben, sondern Ronny Reagan konnte sich mit dem Triumph schon am ersten Tag im Amt schmücken. Die genauen Hintergründe sind bis heute im Dunkeln geblieben. Das Glück hat Reagan danach nicht verlassen. Dieser Präsident war ein Phänomen. Er war ein knallharte Konservativer mit wenigen klaren Prinzipien. Mit seinem Ziel, die Sowjetunion totzurüsten, hat er den Ost-West-Konflikt aufgebrochen. Auch da war er im Glück: er bekam als Partner Michael Gorbatschow. Die Treffen der beiden waren legendär.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Dann war da der andere Ronny Reagan: ein Mann mit Humor und Wärme, der bis heute in den Herzen der Amerikaner geblieben ist. Für uns Fernsehleute war er ein Glücksfall: immer war im Weißen Haus etwas los. Dazu trug auch seine Frau Nancy bei. Den Amerikanern wurde zudem eine unangreifbare Zweisamkeit vorgeführt. Ronald Reagan blieb immer auch Schauspieler. Nie wusste man genau, ob man den Schauspieler oder den Politiker vor sich hatte. Er selbst hat einmal gesagt, er wisse gar nicht, wie man Präsident sein könne, ohne Schauspieler zu sein.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">In meinen zweiten Amerika-Aufenthalt fiel die gesamte Amtszeit von Präsident Bush – dem Vater des jetzigen Präsidenten. Obwohl es für ausländische Journalisten schwierig bis unmöglich ist, dem Präsidenten nahe zu kommen, war es bei George Bush etwas anders. Zunächst hat er eine joviale Art mit Menschen umzugehen und hätte das sicher gerne viel mehr getan, wenn ihn seine Sicherheitsleute nicht radikal abschirmten. Zudem kannte man ihn aber auch recht gut aus seiner Zeit als Vizepräsident, als er noch nicht so abgeschirmt war. Ich selber habe ihn zweimal getroffen. In seine Amtszeit fällt der triumphale Sieg im ersten Irak-Krieg. Aber auch der Fall der Mauer. Zwar hatte im Juni 1987 Ronny Reagan in Berlin noch voller Pathos gerufen: „Herr Gorbatschow, reißen Sie die Mauer nieder!“ Aber als es dann zum Erstaunen aller Welt so weit war, herrschte zunächst mal Schrecken in der Regierung. Es ging alles so schnell und war so unberechenbar. Ganz anders die Amerikaner selber. Die waren begeistert von den Bildern und da ihnen Freiheit ohnehin der höchste Begriff ist, freuten sie sich offen und ehrlich mit uns. Überall wurde man angesprochen, wurde einem gratuliert.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Aber es änderte sich rasch. Im Laufe des Einigungsprozesses hat sich George Bush viel mehr als Freund der Deutschen gezeigt als so einige unserer Nachbarn. Frau Thatcher in Großbritannien machte aus ihrem Missmut keinen Hehl. Bush ging sogar weiter, indem er den Deutschen mehr Macht und Einfluß zutraute als gerechtfertigt war. Bush bot den Deutschen die Rolle des „Partners in der Führung“ an und eine besondere Beziehung. Dazu kam es nicht. Deutschland versank in den Mühen der Vereinigung und wollte diese Rolle auch aus diplomatischen Gründen nicht. In Europa waren ohnehin viele misstrauische Blicke auf diesen neuen Koloß gerichtet. Noch dazu versinnbildlicht durch den Koloß Helmut Kohl.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Auch im Verhältnis zu Michael Gorbatschow pflegte Bush seinen persönlichen Stil. Überhaupt gab es einen ganz überraschenden Stilbruch im Verhältnis der beiden Regierungen. Ich erinnere mich noch genau an den ersten Auftritt von Eduard Shewadnardse, dem Außenminister Russlands in den USA. Es war auf dem Militärflugplatz Andrews, wo die Hohen Gäste oft landen. Shewadnardse stieg gut gelaunt aus dem Flugzeug. Die amerikanischen Kollegen überfielen ihn – wie gewohnt – mit Fragen. Statt zu antworten marschierte er auf die Journalisten hinter der Absperrung zu, stellte seinerseits Fragen. Er konnte so unglaublich befreiend lachen. Das überraschte die Amerikaner total und brach sofort das Eis. Über Jahrzehnte war man ja das brummige, finstere Gehabe der Sowjets gewohnt, dessen Hauptvertreter der frühere Außenminister Anrej Gromyko war, den man ‚Mr.Njet’ nannte – weil er zu allem nein sagte. Shewadnardse und sein amerikanischer Kollege James Baker führten einen neuen Stil ein. Das zählt viel in Amerika.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Aber das Ende des Kalten Krieges bedeutet auch das Ende der Berechenbarkeit. Bush und seine Berater sahen eine Zeit der Unsicherheit und Instabilität auf sich zukommen. Dennoch: Bush setzte die Abrüstungspolitik seines Vorgängers fort. Bei aller Skepsis war die Entspannung ein Schritt, der die Welt veränderte.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Im Guten.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Man merkt natürlich, dass Amerika in dieser Schilderung den großen Vorrang hat. 12 Jahre in Washington sind eine prägende Zeit. Davor lag eine ebenso prägende Zeit: von 1981 bis 1985 war ich Korrespondent im Nahen Osten, unser Studio befand sich in Beirut. Es war mitten im Bürgerkrieg, der sich über zehn Jahre hinzog. Wir wohnten im moslemischen Teil der Stadt. Das hieß: wenn die Araber kein Wasser hatten, hatten wir auch keins; wenn die Araber keinen Strom hatten, hatten wir auch keinen; wenn geschossen wurde, traf es sie wie uns. Unser Drei-Mann-Team hatte alles mit nach Beirut genommen. Auch insgesamt fünf Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren, die in eine deutsche Zwergschule gingen. Während dieser Zeit mussten sie in drei aufeinander folgenden Jahren von britischen oder amerikanischen Truppen evakuiert werden. Nachträglich haben wir uns schon gefragt, ob es richtig war mit, kleinen Kindern in ein Bürgerkriegsland zu gehen. Mittlerweile sind die Kinder um die 30 Jahre alt und erinnern sich seltsamerweise gern an Beirut. Die Arbeitssituation war sehr schwierig: sehr oft war der Flughafen geschlossen. Dann mussten unsere Berichte mit dem Taxi über die Berge nach Damaskus gebracht werden, um dort auf die Lufthansa zu gehen. Satellitenüberspielungen gab es damals nicht. Das betraf allerdings nur die Bürgerkriegsberichte aus dem Libanon. Der Nahost Korrespondent ist verantwortlich für alle Länder der Arabischen Liga. Das waren damals 24. Einige habe ich nie gesehen. Auch – wie schon erwähnt – Libyen nicht. In den Iran kam ich trotz aller Versuche nicht rein, weil ich einmal ein längeres Interview mit dem Schah gemacht hatte. Das hängt einem nach. Umgekehrt wurden wir zu einem Interview mit Saddam Hussein nach Bagdad eingeladen , aber der Herr Diktator ließ uns eine Woche warten, bis wir abziehen durften. </font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Der Nahe Osten war schwierig. Das betraf natürlich die Kriegssituation. Aber auch sonst hat man so seine Probleme. Das waren ja allesamt keine Staaten mit einer demokratischen Regierungsform, die eine Vorstellung von Pressefreiheit oder von Presse überhaupt hatten. Nur im Libanon war das anders. Aber wollten wir zum Beispiel in Saudi Arabien einen Bericht über Kamelrennen machen, so dauerte es schon allein Wochen, ein Visum zu bekommen. Endlich dort, saß man im Informationsministerium , trank endlos guten Tee, bis die Drehgenehmigung da war. Dabei verlief alles sehr freundlich ab. Aber es nervte. Aber man erlernte die arabische Tugend der Geduld, des Gleichmuts. Sehr gut war es, wenn ein deutscher Minister oder gar Kanzler kam. Dann konnte man sich dranhängen und noch ein paar Randstories drehen. </font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">1982 veränderte sich die Situation dramatisch. Israel marschierte ein, eroberte Libanon binnen Tagen bis hinauf nach Beirut. Was waren wir nun? Besetzt oder befreit? Die Israelis vertrieben die bewaffneten Palästinenser von Yassir Arafat aus dem Land, was so manchem Libanesen nur recht war. Denn die Palästinenser hatten sich zu einem Staat im Staate entwickelt. Genauso wie heute die Hisbollah – nur das d i e aus Libanesen besteht. Die Israelis blieben im Süd-Libanon, aber sie zogen sich 2000 zurück, da sie dauernd in Kämpfe mit der gerade erstarkenden Hisbollah verwickelt war. Es war kein ruhmreicher Rückzug. </font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">So kam es, dass wir den ersten Libanonkrieg der Israelis in Beirut erlebten und den zweiten im Jahre 2006 in Israel. Ein Jahr zuvor waren wir nach TelAviv versetzt worden. Ich wäre wahrscheinlich nicht gegangen, sondern lieber in Rom geblieben, wo wir zuvor waren. Aber für meine Frau, die den gleichen job hat wie ich, war es – wie man so schön sagt – ein Lebenstraum. Und der wurde erfüllt. Sie hatte sich stets mehr für die harte Politik – das heißt auch Militärpolitik –interessiert, war in den Jugoslawien-Kriegen, in NATO-Manövern und schon in Amerika mit Rüstung und Abrüstung beschäftigt. Ich war schon öfter in Israel gewesen, aber nie länger als zwei Wochen in Sondereinsätzen. In diesem Land zu leben, mit dem uns eine so unheilvolle Geschichte verbindet – das schien mir schon etwas anderes. Noch dazu mit meiner ‚arabischen’ Vergangenheit. Das haben wir dadurch gelöst, dass wir nach Jaffa gezogen sind (bekannt durch die berühmten Jaffa-Orangen). Dort leben noch sehr viele Araber. Und so kaufen wir in kleinen arabischen Läden ein – und es ist fast so wie in Beirut – aber mitten im Israel. Politisch ist die Situation fast hoffnungslos. Drei Jahre leben wir schon in Israel und es ist immer schlimmer geworden. Die Friedensaussichten sind minimal. Es hängt doch sehr von den Amerikanern ab und unter diesem Präsidenten wird nichts mehr geschehen. Er hat sich seit 7 Jahren kaum gekümmert und sich total auf die Seite Israels gestellt. Übertroffen wird er da nur noch durch Bundeskanzlerin Merkel, der sogar israelische Zeitungen Kniefall vor Israel vorwerfen. Auf diese Weise ist kein Ausgleich mit den Palästinensern möglich. Und es hilft auch Israel nicht.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Und Israel selbst. Es verschanzt sich hinter einer Mauer. Die Selbstmordattentate haben fast aufgehört. Dem Land geht es gut. Aber man hat den Eindruck, dass sei Fassade. Dahinter lauert der ungelöste Konflikt. </font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Eine Furcht, die jeden deutschen Journalisten beschleicht, wenn nach Israel versetzt wird, ist die Frage, wie man als Deutscher behandelt wird. Meine Erfahrungen sind fast beschämend. Wir werden behandelt wie alle anderen. Nie ist mir ein Interview-Wunsch abgesagt worden, weil ich Deutscher bin. Natürlich fragt man sich, wie kritisch man werden darf. Immerhin ist Israel das einzige Land im Nahen Osten, das Pressefreiheit kennt. Als ich jetzt zum 6o. Jahrestag der Gründung Israels eine kritische Reportage über die Besatzung gemacht habe, wurde ich aus Deutschland teilweise in übelster Form beschimpft – aus Israel nicht.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Noch ein Wort zu unserem Rom Aufenthalt. Wer fünf Jahre in der historischen Altstadt gewohnt hat – mit Blick zur Spanischen Treppe und dem Medici-Palast, der sollte schweigen. Es war großartig. Ich muß aber doch ein Wort zum politischen und journalistischen Wert dieser Jahre sagen. Es waren die langweiligsten und unwichtigsten. Man konnte wunderbare Feuilletons drehen. Italien ist voll von Geschichten und Typen: denken Sie bloß an Berlusconi. Aber nach kurzer Zeit läuft sich das tot. Für meine Frau war das tödlich: no action!</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Ich habe in den Jahren Papst Johannes Paul II auf seinen Reisen begleitet, aber auch über den Vatikan berichtet. Das muss man sich vorstellen: da kommt ein Mann aus Holstein, groß geworden in der Backstein-Gotik und erzogen im streng evangelischen Umfeld und wird Papst-Berichterstatter. Außerdem liegt unser Sender ZDF im katholischen Mainz. Ich hatte meine enormen Schwierigkeiten mit dem Prunk und der überladenen Liturgie des Vatikan – aber den polnischen Papst Woityla sozusagen betreuen zu dürfen, war einmalig. Er war eine Jahrhundertgestalt und die überwältigenden Szenen, die sich in Rom bei seinem Tod abspielten, gehören zu dem Eindringlichsten, was ich erlebt habe. Und er war ein Prediger des Friedens.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Das ist der passende Übergang zu meinem Schluß. Wenn man mich fragt: welches war die wichtigste Station in meiner Laufbahn – dann sage ich ohne Zögern: meine Jahre in Brüssel von 1995 bis 2000. Abgesehen davon, dass mir die Stadt sehr gefiel, war es Journalismus zum Anfassen. Man bekam Informationen, man traf wichtigste Leute an der Kaffeebar; man hatte engsten Kontakt zu den Kollegen (das gab es sonst nirgends); denn man sah sich dauernd auf Informationsveranbstaltungen. Minister und Kommissare nicht abgeschottet, sondern zugänglich. Brüssel war offen.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Ich weiß und verstehe auch, dass so mancher sagt: Brüssel – dieses Bürokraten-Monstrum. Das unser Leben überregulieren will. Immer neue Vorschriften. Schrecklich. Wie kann das spannend sein? In der Tat: Brüssel ist mühsam. Aber Brüssel ist der Begriff für eines der großartigsten Experimente der Geschichte. Einen Kontinent, in dem sich jahrhundertelang die Völker an der Gurgel saßen und sich gegenseitig massakrierten , in Frieden zu einen. Wir nehmen das schon so hin, dass nunmehr seit 1945 Ruhe herrscht. Aus einem Europa des Nationalismus und der Kriege ist ein Europa der Integration geworden.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Nur zwei Zahlen: ich las vor kurzem, dass allein 1915 im ersten Weltkrieg über eine Million junger Franzosen ihr Leben ließen. Und gestern war ich auf dem Soldaten-Friedhof in meinem Heimatdorf und sah die Gedenksteine für die Gefallenen – 19 – 21 – 24 Jahre alt. Wofür? Großartig, dass es damit in Europa vorbei ist.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Mir ist klar, dass wir uns die fehlende politische Einheit erst einmal mit dem Trick der gemeinsamen Wirtschaft und dann mit dem EURO erkauft haben. Es ging nur so. Ich habe als Fünfjähriger 1945 Neumünster noch brennen sehen. Ich habe überall auf der Welt die Militarisierung der Politik erlebt. Auf uns Europäer wird in so mancher Weltecke herabgeschaut. ‚Was waren die früher für tapfere Soldaten – die konnten noch sterben und jetzt?’ Weichlinge. In den USA ist das so – im Nahen Osten auch. Da müssen wir durch.Wir sind auch nicht die einzigen. In Südamerika geht es auch. Europa hat eine Menge Macken. Es kann enervierend sein. Aber es ist es wert.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Ich kann Helmut Kohl als Innenpolitiker nicht beurteilen. Aber er war ein großer Europa-Politiker (zusammen mit Mitterand). Er ist zurecht Ehrenbürger Europas geworden. Mit Tricks und Geld, mit zäher Geduld hat er die Vision Europa vorangetrieben. Wir sollten alles daran setzen, das zu bewahren.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2">Und damit habe ich den Bogen zum Schluß geschafft. Ich habe mir das Lesebuch der Oberstufe von 1959 aufgehoben. Das hieß damals ‚Die Silberfracht’. Gleich zu Beginn vier Texte von Immanuel Kant. Ich weiß nicht, ob heute auch noch Kant gelesen wird. Unter diesen Texten auch der philosophische Entwurf „Zum ewigen Frieden“ aus dem Jahr 1795. Weil Kant wusste, dass so idealistische Gedanken leicht dem Spott zum Opfer fallen, bezog er seinen Titel auf die Kneipe eines holländischen Gastwirts, die ‚Zum ewigen Frieden’ hieß. Aber in der Schrift finden sich erstaunlich moderne Maxime. Als Beispiel der Präliminarartikel Nr 5 : Kein Staat soll sich in die Verfassung und Regierung eines anderen Staates gewalttätig einmischen. Nicht schlecht, dachte ich mir , dass dieser Mann unserer Schule seinen Namen leiht.</font></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><font size="2"><br /></font> </p> <a href="238-0-festreden.html"><strong>zurück zur Übersicht</strong></a><br /> </td> </tr> </table> </td> <td width="165" background="files/rechts_back.jpg"> <table width="100%" height="100%" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td align="center" background="files/rechts_rot_back.jpg"> <br> <img src="files/schule_front_klein_rs.jpg" border="0"><br> <b>Immanuel Kant Schule Neumünster</b><br> <br> Mozartstraße 36<br> D- 24534 Neumünster<br> <br> Telefon: 04321/265320<br> Fax: 04321/26532-99 </td> </tr> <tr> <td><img src="files/rechts_uebergang_rotweiss.jpg"></td> </tr> <tr> <td> </td> </tr> <tr> <td background="files/rechts_headline.jpg" class="rechts_headline" height="18">  <a href="http://www.kantschule.net/42-0-vertretungsplan.html" target="_self">Vertretungsplan</a></td> </tr> <tr> <td> <table width="96%" border="0" align="center" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="rechts_klein"> Die Datumsanzeige funktioniert noch nicht wieder. 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