IKS Neumünster > Fachschaften > Deutsch > Schmökergeschichten 28.08.2008    

 

Luisa Kathleen Schulz (6d) - Die grauenhafte Spinne

Es war ein heißer Tag in Südafrika. Ich war hier im Urlaub mit meinen Eltern James und Carol und leider auch mit meiner Tante Phoebe. Übrigens ich heiße Alice, Alice Konstant. Na, ja weiter im Text. Um vor der Sonne und meiner nervigen Tante zu fliehen, lief ich in den Wald der in der Nähe von unserem Hotel lag. Ich lief immer tiefer und tiefer in den Wald, bis ich zu einer Lichtung kam. In der Mitte der Lichtung stand ein Baum. Ich setzte mich zu Füßen des Baumes um ein wenig auszuruhen. Als ich schon eine Weile geschlafen hatte, fiel plötzlich aus dem Baum etwas auf meinen Bauch. Ich schoss in die Höhe und sah, dass eine große tote Spinne auf meinem Bauch lag. Die Haut der Spinne war braun und behaart, sie wies keine Muster oder Falten auf. Der Körper war rundlich, ebenso der Kopf. Die Augen sahen neugierig aus. Sie waren sehr groß, wie schwarze Murmeln. Als ich über die Spinne strich, merkte ich, wie rau sie sich anfühlte. Ich rappelte mich auf und steckte die Spinne in meine Tasche. Ich wollte sie meinem Bruder William schenken, der Spinnen sammelte. Er war mit meiner Schwester Mary zu Hause geblieben. Es wurde langsam dunkel und ich lief zum Hotel zurück. Als ich einschlief, war ich noch glücklich, aber das sollte sich bald ändern, denn ich merkte nicht, wie die Spinne quicklebendig aus der Tasche krabbelte und hinter dem Schrank verschwand. Am nächsten Morgen wachte ich sehr spät auf. Meine Eltern und Phoebe wollten gerade zum Strand gehen. Schnell zog ich mich an und ging mit zum Strand. Zwei Stunden später gingen wir zum Hotel zurück. Beim Hotel angekommen merkte ich, dass ich keine Muscheln für Mary gesammelt hatte. Also lief ich noch mal zum Strand. Zum Glück dauerte es nur eine halbe Stunde, bis ich genug Muscheln gesammelt hatte. Auf dem Rückweg hörte ich schon vom weitem die Stimme meiner Mutter. Als ich näher am Hotel war, hörte ich, dass die Stimme meiner Mutter verzweifelt klang. Dazu vernahm ich die Stimme von Phoebe, die beruhigend auf meine Mutter einzureden versuchte. Jetzt hörte ich auch, was sie riefen. Meine Mutter jammerte: „James, James!“ Ich rannte die Treppe hinauf zu unserem Zimmer. Oben angekommen stand ich wie versteinert im Türrahmen und starrte auf meinen Vater, der reglos am Boden lag. Der gerufene Arzt schüttelte bedauernd den Kopf. Er meinte, dass der Tod durch den Biss eines ihm unbekannten Tieres eingetreten sei. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie die Spinne hinter dem Schrank verschwand. In mir keimte ein furchtbarer Verdacht! Ich schaute in meine Tasche und mein Verdacht bestätigte sich, DIE SPINNE war weg. Ich kochte vor Wut und Traurigkeit! Diese Spinne hatte meinen Vater getötet, eigentlich hatte ich meinen Vater umgebracht. Schnell rannte ich aus dem Zimmer und ließ nur Traurigkeit zurück. Ich rannte aus dem Hotel bis zum Strand, die Tränen liefen mir über die Wangen. Am Strand angekommen verlangsamte ich mein Tempo und brach zusammen. Ich weinte und schluchzte, bis meine Tränen endlich versiegten. Ein paar Tage später hörte ich, wie Phoebe zu meiner Mutter sagte: „Alice ist komisch geworden, seit James tot ist. Sie redet dich mit Carol an und erzählt dauernd, dass eine Spinne ihren Vater umgebracht hat. Ich glaube, der Tod ihres Vaters hat sie sehr mitgenommen. Morgen gehst du mal zum Strand und Alice und ich bleiben hier. Du kannst dich erholen und ich bringe Alice auf andere Gedanken.“

Am nächsten Morgen ging Carol zum Strand, während Phoebe und ich Mensch ärger dich nicht spielten. Plötzlich kippte Phoebe nach vorne und ich sah meinen schlimmsten Albtraum: DIE SPINNE! Sie krabbelte von meiner Tante bis zum Schrank und war verschwunden. Jetzt gab es keinen Zweifel mehr. Die Spinne hatte meinen Vater und meine Tante umgebracht. Ich guckte hinter den Schrank und sah ein Loch, das wahrscheinlich in den Keller führte. Nun telefonierte ich mit dem Arzt, der sofort kommen wollte. Soviel war sicher, morgen würde ich in den Keller gehen und dann würde diese Spinne um Gnade betteln. Als der Arzt kam, konnte er nichts Auffälliges entdecken, bis auf den Biss im Fuß. Carol war immer mehr schockiert und ging sofort schlafen. Nach dem Mittagessen am nächsten Tag ging ich mit einer Fackel in den Keller. Im Keller war es dunkel und unheimlich. Nach einer Weile, ich wollte schon wieder nach oben gehen, so unheimlich war es dort, hörte ich es hinter mir rascheln! Abrupt drehte ich mich um. Da saß sie und schaute mich an. Ihr Blick war so starr, dass mir eine Gänsehaut den Rücken runter lief. Aber es nützte nichts, ich warf die Fackel und ich traf die Spinne genau. Sie ging in Flammen auf. Nach ein paar Minuten kippte ich einen Eimer mit Wasser über die Spinne. Nun war sie tot und ich nahm sie mit nach oben. Im Zimmer zeigte ich die Überreste meiner Mutter, die sich schon Sorgen um mich gemacht hatte. Sie rief den Arzt und der bestätigte, dass dies die Spinne sei, die die beiden Menschen getötet hatte, indem er die Überreste der Spinne an ein Labor schickte. Meine Mutter und ich schworen uns, nie wieder nach Südafrika zufahren.

 

 

 

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