Luisa
Kathleen Schulz (6d) - Die grauenhafte Spinne
Es war ein
heißer Tag in Südafrika. Ich war hier im Urlaub mit meinen
Eltern James und Carol und leider auch mit meiner Tante Phoebe.
Übrigens ich heiße Alice, Alice Konstant. Na, ja weiter im
Text. Um vor der Sonne und meiner nervigen Tante zu fliehen, lief ich
in den Wald der in der Nähe von unserem Hotel lag. Ich lief
immer tiefer und tiefer in den Wald, bis ich zu einer Lichtung kam.
In der Mitte der Lichtung stand ein Baum. Ich setzte mich zu Füßen
des Baumes um ein wenig auszuruhen. Als ich schon eine Weile
geschlafen hatte, fiel plötzlich aus dem Baum etwas auf meinen
Bauch. Ich schoss in die Höhe und sah, dass eine große
tote Spinne auf meinem Bauch lag. Die Haut der Spinne war braun und
behaart, sie wies keine Muster oder Falten auf. Der Körper war
rundlich, ebenso der Kopf. Die Augen sahen neugierig aus. Sie waren
sehr groß, wie schwarze Murmeln. Als ich über die Spinne
strich, merkte ich, wie rau sie sich anfühlte. Ich rappelte mich
auf und steckte die Spinne in meine Tasche. Ich wollte sie meinem
Bruder William schenken, der Spinnen sammelte. Er war mit meiner
Schwester Mary zu Hause geblieben. Es wurde langsam dunkel und ich
lief zum Hotel zurück. Als ich einschlief, war ich noch
glücklich, aber das sollte sich bald ändern, denn ich
merkte nicht, wie die Spinne quicklebendig aus der Tasche krabbelte
und hinter dem Schrank verschwand. Am nächsten Morgen wachte ich
sehr spät auf. Meine Eltern und Phoebe wollten gerade zum Strand
gehen. Schnell zog ich mich an und ging mit zum Strand. Zwei Stunden
später gingen wir zum Hotel zurück. Beim Hotel angekommen
merkte ich, dass ich keine Muscheln für Mary gesammelt hatte.
Also lief ich noch mal zum Strand. Zum Glück dauerte es nur eine
halbe Stunde, bis ich genug Muscheln gesammelt hatte. Auf dem Rückweg
hörte ich schon vom weitem die Stimme meiner Mutter. Als ich
näher am Hotel war, hörte ich, dass die Stimme meiner
Mutter verzweifelt klang. Dazu vernahm ich die Stimme von Phoebe, die
beruhigend auf meine Mutter einzureden versuchte. Jetzt hörte
ich auch, was sie riefen. Meine Mutter jammerte: „James, James!“
Ich rannte die Treppe hinauf zu unserem Zimmer. Oben angekommen stand
ich wie versteinert im Türrahmen und starrte auf meinen Vater,
der reglos am Boden lag. Der gerufene Arzt schüttelte
bedauernd den Kopf. Er meinte, dass der Tod durch den Biss eines ihm
unbekannten Tieres eingetreten sei. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie
die Spinne hinter dem Schrank verschwand. In mir keimte ein
furchtbarer Verdacht! Ich schaute in meine Tasche und mein Verdacht
bestätigte sich, DIE SPINNE war weg. Ich kochte vor Wut und
Traurigkeit! Diese Spinne hatte meinen Vater getötet, eigentlich
hatte ich meinen Vater umgebracht. Schnell rannte ich aus dem Zimmer
und ließ nur Traurigkeit zurück. Ich rannte aus dem Hotel
bis zum Strand, die Tränen liefen mir über die Wangen. Am
Strand angekommen verlangsamte ich mein Tempo und brach zusammen. Ich
weinte und schluchzte, bis meine Tränen endlich versiegten. Ein
paar Tage später hörte ich, wie Phoebe zu meiner Mutter
sagte: „Alice ist komisch geworden, seit James tot ist. Sie redet
dich mit Carol an und erzählt dauernd, dass eine Spinne ihren
Vater umgebracht hat. Ich glaube, der Tod ihres Vaters hat sie sehr
mitgenommen. Morgen gehst du mal zum Strand und Alice und ich bleiben
hier. Du kannst dich erholen und ich bringe Alice auf andere
Gedanken.“
Am
nächsten Morgen ging Carol zum Strand, während Phoebe und
ich Mensch ärger dich nicht spielten. Plötzlich kippte
Phoebe nach vorne und ich sah meinen schlimmsten Albtraum: DIE
SPINNE! Sie krabbelte von meiner Tante bis zum Schrank und war
verschwunden. Jetzt gab es keinen Zweifel mehr. Die Spinne hatte
meinen Vater und meine Tante umgebracht. Ich guckte hinter den
Schrank und sah ein Loch, das wahrscheinlich in den Keller führte.
Nun telefonierte ich mit dem Arzt, der sofort kommen wollte. Soviel
war sicher, morgen würde ich in den Keller gehen und dann würde
diese Spinne um Gnade betteln. Als der Arzt kam, konnte er nichts
Auffälliges entdecken, bis auf den Biss im Fuß. Carol war
immer mehr schockiert und ging sofort schlafen. Nach dem Mittagessen
am nächsten Tag ging ich mit einer Fackel in den Keller. Im
Keller war es dunkel und unheimlich. Nach einer Weile, ich wollte
schon wieder nach oben gehen, so unheimlich war es dort, hörte
ich es hinter mir rascheln! Abrupt drehte ich mich um. Da saß
sie und schaute mich an. Ihr Blick war so starr, dass mir eine
Gänsehaut den Rücken runter lief. Aber es nützte
nichts, ich warf die Fackel und ich traf die Spinne genau. Sie ging
in Flammen auf. Nach ein paar Minuten kippte ich einen Eimer mit
Wasser über die Spinne. Nun war sie tot und ich nahm sie mit
nach oben. Im Zimmer zeigte ich die Überreste meiner Mutter, die
sich schon Sorgen um mich gemacht hatte. Sie rief den Arzt und der
bestätigte, dass dies die Spinne sei, die die beiden Menschen
getötet hatte, indem er die Überreste der Spinne an ein
Labor schickte. Meine Mutter und ich schworen uns, nie wieder nach
Südafrika zufahren.
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