IKS Neumünster > Fachschaften > Deutsch > Schmökergeschichten 28.08.2008    

 

Julia Plischke und Julia Reimers (6d) - Aragog

Es ging ihm mies, er hatte seit Tagen nichts gefressen und der Regen prasselte auf seine schuppige Haut. Im Wald, in dem er lebte, gab es keine Nahrung mehr für ihn, da alle vor dem Unwetter, das seit Tagen über dem Wald herrschte, geflohen waren. Der Hagel hatte seine Behausung zerstört und sein Hunger war nicht mehr zum Aushalten. Er beschloss, in die nahe Burg einzudringen, um sich etwas zu fressen zu holen. Er stieß einen markerschütternden Schrei aus und machte sich auf den Weg. Im Vorbeigehen kam er an zerstörten Biberdämmen vorbei, der Fluss floss reißend schnell. Der Himmel verdunkelte sich, es war finstere Nacht. Das einzige Licht, das es noch gab, war der Mond. Niemand, der vorbei käme, würde ihn sehen, aber das konnte nicht passieren, denn im Wald war niemand mehr außer ihm. Nicht einmal ein Eichhörnchen hüpfte noch von Baum zu Baum. Seine acht haarigen Beine schlitterten auf dem rutschigen Waldboden. Einige Zeit später erreichte er noch hungriger die Burg. Mit seinen zwei scharfen Greifzangen riss er das Tor aus den Angeln. Die Torwächter waren anscheinend vor dem grollenden Unwetter in die Burg geflüchtet. Vorsichtig schlich er einen Gang entlang. Blitze zuckten durch die Burg. Sein Schatten war ein Ebenbild seines acht Meter riesigen Körpers. Am Ende des Ganges war eine breite Wendeltreppe. Er stieg sie hinauf, denn er war sehr darauf aus, in dieser Burg Beute zu finden. Fast wäre er abgerutscht, denn trotz seiner acht milchigen, runden Augen konnte er nichts sehen. sie waren blind. Plötzlich stieß er gegen etwas Hartes, er tastete, es war eine Tür. Sie wurde aufgerissen und er quetschte sich hindurch. Jemand schrie laut auf. Er konnte nicht sehen, wo, aber er konnte es hören. Er packte sein Opfer mit seinen scharfen Greifzangen, bleckte die langen, gelben Giftzähne und versenkte sie im Hals des Opfers. Dieses strampelte mit seinen zwei Armen und zwei Beinen, erzitterte ein letztes Mal und blieb reglos liegen. Es war tot.
Knochen fielen klappernd zu Boden, als er ganze Fleischstücke aus seinem toten Opfer riss. Nachdem nur noch blutige Knochen von seinem Opfer übrig waren, machte er sich auf den Weg zurück in den Wald, denn es ging ihm wieder gut, Aragog, der Riesenpinne. Als Aragog wieder im Wald angekommen war, ging die Sonne auf und das Unwetter verzog sich. Vögel, Mäuse und andere Waldbewohner kamen zurück in den Wald. Aber er wollte nicht mehr essen, er wollte nur noch schlafen.

 



Zurück zur Übersicht


Immanuel Kant Schule Neumünster

Mozartstraße 36
D- 24534 Neumünster

Telefon: 04321/265320
Fax: 04321/26532-99
 
  Vertretungsplan
Es ist zur Zeit kein Online- Vertretungsplan verfügbar.

Die IKS kooperiert mit

 
 Impressum | Kontakt | Sitemap | (c) 2008 Immanuel Kant Schule Neumünster