Julia
Plischke und Julia Reimers (6d) - Aragog
Es ging
ihm mies, er hatte seit Tagen nichts gefressen und der Regen
prasselte auf seine schuppige Haut. Im Wald, in dem er lebte, gab es
keine Nahrung mehr für ihn, da alle vor dem Unwetter, das seit
Tagen über dem Wald herrschte, geflohen waren. Der Hagel hatte
seine Behausung zerstört und sein Hunger war nicht mehr zum
Aushalten. Er beschloss, in die nahe Burg einzudringen, um sich etwas
zu fressen zu holen. Er stieß einen markerschütternden
Schrei aus und machte sich auf den Weg. Im Vorbeigehen kam er an
zerstörten Biberdämmen vorbei, der Fluss floss reißend
schnell. Der Himmel verdunkelte sich, es war finstere Nacht. Das
einzige Licht, das es noch gab, war der Mond. Niemand, der vorbei
käme, würde ihn sehen, aber das konnte nicht passieren,
denn im Wald war niemand mehr außer ihm. Nicht einmal ein
Eichhörnchen hüpfte noch von Baum zu Baum. Seine acht
haarigen Beine schlitterten auf dem rutschigen Waldboden. Einige Zeit
später erreichte er noch hungriger die Burg. Mit seinen zwei
scharfen Greifzangen riss er das Tor aus den Angeln. Die Torwächter
waren anscheinend vor dem grollenden Unwetter in die Burg geflüchtet.
Vorsichtig schlich er einen Gang entlang. Blitze zuckten durch die
Burg. Sein Schatten war ein Ebenbild seines acht Meter riesigen
Körpers. Am Ende des Ganges war eine breite Wendeltreppe. Er
stieg sie hinauf, denn er war sehr darauf aus, in dieser Burg Beute
zu finden. Fast wäre er abgerutscht, denn trotz seiner acht
milchigen, runden Augen konnte er nichts sehen. sie waren blind.
Plötzlich stieß er gegen etwas Hartes, er tastete, es war
eine Tür. Sie wurde aufgerissen und er quetschte sich hindurch.
Jemand schrie laut auf. Er konnte nicht sehen, wo, aber er konnte es
hören. Er packte sein Opfer mit seinen scharfen Greifzangen,
bleckte die langen, gelben Giftzähne und versenkte sie im Hals
des Opfers. Dieses strampelte mit seinen zwei Armen und zwei Beinen,
erzitterte ein letztes Mal und blieb reglos liegen. Es war tot. Knochen
fielen klappernd zu Boden, als er ganze Fleischstücke aus seinem
toten Opfer riss. Nachdem nur noch blutige Knochen von seinem Opfer
übrig waren, machte er sich auf den Weg zurück in den Wald,
denn es ging ihm wieder gut, Aragog, der Riesenpinne. Als Aragog
wieder im Wald angekommen war, ging die Sonne auf und das Unwetter
verzog sich. Vögel, Mäuse und andere Waldbewohner kamen
zurück in den Wald. Aber er wollte nicht mehr essen, er wollte
nur noch schlafen.
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